Schwarz wird häufig mit Attributen wie kostspielig, elegant,
geheimnisvoll, aber auch traurig, finster belegt.
Auf dem Bildschirm wird Schwarz auf zweierlei Weisen eingesetzt:
Im Negativfall assoziiert der User mit einer schwarzgründigen
Internetseite suspekte, nicht vertrauenswürdige Anbieter.
Im Positivfall suggeriert Schwarz die Exklusivität eines Produktes.
Auf der Beispielwebseite wird ganz bewusst die Assoziation geheimnisvoll/edel
genutzt, um das Produkt zu vermarkten.
Beim virtuellen Rundgang durch die Sektkellerei wird mit der Neugierde des Betrachters
gespielt. Auf schwarzem Hintergrund erscheinen per Klick Fotos, die man wie
ein heimlicher Beobachter wahrnimmt. Bei Verwendung eines weißen Hintergrundes
wäre diese Assoziation nicht möglich.
Beispiel:
www.rotkaeppchen.de.
Eine weitere Möglichkeit, Produkte als wertvoll darzustellen, ist die gezielte Kombination von Schwarz mit dezenten Pastelltönen, die auch bedingt die Verwendung von Gold zulässt.
Ein großflächiger Einsatz von Schwarz kombiniert mit farbintensiven Flächen erzeugt einen plakativen Charakter mit hohem Signalwert.
Die Konzeption der ausgewählten Website basiert auf konsequentem
Einsatz von kontrastierenden Farben. Schwarz zu Weiß,
Orange zu komplementärem Blau. Nah- und Fernwirkungen der
Farben sind harmonisch abgestimmt. Auf diese Weise wird hohe
Aufmerksamkeit nur durch den Einsatz von Farbflächen erzielt.
Begleitbilder als
Eye-Catcher sind hier überflüssig.
Beispiel:
www.blogger.com
Weiß suggeriert Reinheit, Klarheit, Authenzität.
Eine Kombination mit Weiß bringt selbst in die gewagteste
Farbkombination einen Ruhe- und Neutralitätsaspekt.
Verwendet man jedoch ausschließlich Primärfarben
in Kombination mit Weiß, kann die Web-Präsenz leicht
billig und einfallslos wirken.